Umwelttipp: Flüssigseife oder feste Seife?

Veröffentlicht am 07. Juni 2017

An Handwaschbecken hat sich in den letzten Jahrzehnten eine Revolution abgespielt. Das oft unansehnliche Stück Seife, das dort lag, ist weitgehend durch einen Spender für Flüssigseife ersetzt worden. Diese Drückflaschen sind ziemlich praktisch. Man muss nicht viel rubbeln und vor allem klebt der Dreck des vorherigen Händewaschens nicht an der Seife.

Schaut man nur aufs Geld, dann ist die feste Seife natürlich um Grössenordnungen billiger. Ein 100-Gramm-Stück, das vergleichsweise günstig gekauft werden kann, hält Monate, während die für dieses Geld erhältliche Menge Flüssigseife in einer Woche verbraucht sein dürfte.

Auch unter Umweltgesichtspunkten ist die feste Seife der flüssigen überlegen, und das gleich aus mehreren Gründen:

  1. Die feste Seife ist chemisch sehr simpel und wird aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt (die meisten Ingredienzien fallen als Reste bei der Tierschlachtung an). Flüssige Seifen dagegen enthalten mehr bedenkliche Stoffe, so benötigen sie Konservierungsmittel, weil sie ständig feucht sind.
  2. Bei der Flüssigseife neigen wir dazu, mehr zu nehmen, als wir brauchen – die meisten drücken nicht nur einmal kurz, sondern zwei- oder dreimal auf den Spender. Das ist nicht nur schädlich für die Haut, es gelangen auch mehr Reinigungssubstanzen ins Abwasser.
  3. Die Flüssigseife besteht zum grössten Teil aus Wasser, es werden also beim Transport grosse Mengen Wasser durch die Gegend gefahren. Feste Seifenstücke dagegen sind konzentrierte Reinigungskraft.

Das alles sind recht plausible Argumente. Es gibt von fester und flüssiger Seife teure und preiswerte Sorten, und insbesondere bei den Flüssigen unterscheidet sich der Chemiecocktail von Marke zu Marke. Wer zu den ökologischen Produkten greift, hat auch schon einiges für die Umwelt getan. 

Kategorien: Eschen Info

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