Medienmitteilung der Gemeinde Eschen

Veröffentlicht am 18. Juli 2017

Gemeinderat verfolgt bisherigen Weg weiter

Der Gemeinderat Eschen hat am 28. Juni 2017 entschieden, der Planungsgemeinschaft Annagh Est. / Schafhauser Architekten AG bis Ende Dezember 2017 ein exklusives Planungsrecht auf der Parzelle Nr. 138 (Kreuz-Areal) einzuräumen. Basierend auf diesem Entscheid wird die Projektentwicklerin Annagh Est. zusammen mit der Schafhauser Architekten AG prüfen, ob innerhalb des bestehenden Gestaltungsplans die Realisierung ihres Konzeptes umsetzbar ist. Ausserdem hat der Gemeinderat die Abbrucharbeiten für die Bestandsbauten vergeben und entschieden, das Stall- sowie Scheunengebäude umgehend abbrechen zu lassen. Die übrigen Hochbauten bleiben bis auf weiteres stehen.

Die ITW AG teilte im März 2017 mit, dass sie sich nach intensivem Abwägen aller Vor- und Nachteile aus grundsätzlichen geschäftspolitischen Überlegungen dafür entschieden hat, die Arbeiten im Rahmen der Neugestaltung des «Kreuz-Areals» einzustellen. Gleichzeitig unterbreitet die ITW AG das Angebot, dass die bisherigen Projektentwicklungsarbeiten gegen eine finanzielle Abgeltung übernommen werden können.

Der Gemeinderat hat sich in den zurückliegenden Monaten intensiv mit der neuen Ausgangslage auseinander gesetzt. Dabei hat er verschiedene grundsätzlich mögliche Handlungsoptionen angeschaut, bewertet und miteinander verglichen.

Bereits am 3. Mai 2017 hat der Gemeinderat den Grundsatzentscheid gefällt, dass der Gestaltungsplan in Rechtskraft bleiben soll und für den weiteren Prozess ein verbindliches Element darstellt. Dieser Entscheid hatte auch Auswirkungen auf die möglichen Varianten, die in Frage kamen. Am gleichen Tag haben verschiedene Interessenten ihre Ideen bezüglich der Neugestaltung des Areals im Gemeinderat präsentieren können. Nach dieser Präsentation haben die Schafhauser Architekten AG, Eschen, und die Annagh Establishment, Schaan, Ende Mai ein gemeinsames Konzept «Kreuz Plus» zur Realisierung einer Überbauung auf der Parzelle eingereicht.

«Kreuz Plus» stellt eine Weiterentwicklung des baureifen, ortsbaulich eingepassten Architekturprojekts aufbauend auf dem Gestaltungsplan und dem bestehenden Baurechtsvertrag dar und beinhaltet ein zukunftsgerichtetes Nutzungskonzept.

Das Konzept muss in den nächsten Monaten weiter entwickelt werden, um die Machbarkeit definitiv abzuklären. Deshalb sind die Planergemeinschaft einerseits, sowie die Gemeinde Eschen andererseits, übereingekommen, dass der Planergemeinschaft bis Ende Dezember 2017 ein exklusives Planungsrecht auf der Parzelle Nr. 138 eingeräumt wird. Die Annagh Est. sowie die Schafhauser Architekten AG werden dem Gemeinderat spätestens im Oktober 2017 ein weiter entwickeltes Konzept präsentieren. Basierend auf dieser Präsentation können beide Parteien entscheiden, ob das Konzept weiter verfolgt wird.

Bisheriger Weg wird weiterverfolgt

Die Gemeinde Eschen hat im Jahr 2011 einen Investorenwettbewerb bezüglich der Überbauung der Parzelle Nr. 138 gestartet. Dies basierend auf einem Gesamtkonzept, welches in Etappen umgesetzt wird. Es sollen neue und ergänzende Nutzungen in den Gebäuden um den Dorfplatz entstehen, die architektonisch-gestalterisch wie auch bezüglich ihrer Funktionen auf den ganzen Bereich vom «Kreuz-Areal» über den Dorfplatz bis zur Gemeindeverwaltung und Haus der Gesundheit ausstrahlen. Einbezogen in die Überlegungen wurde auch die Erschliessung der Tiefgarage aus Richtung Hinterdorf / Mauren, damit das Zentrum künftig aus allen Richtungen mit dem Auto besucht werden kann. Mit dem Gesamtkonzept soll erreicht werden, dass der Dorfplatz und die umgebenden Gebäude als ein wirkliches Zentrum empfunden werden.

In diesen Prozess hat die Gemeinde Eschen in den letzten Jahren finanzielle und personelle Aufwendungen investiert. Die Weiterverfolgung des bisherigen Weges mit einem neuen Partner bietet nun die Möglichkeit, dass das Projekt wie im Jahr 2011 angedacht, realisiert werden kann. Der rechtskräftige Gestaltungsplan sowie der bestehende Baurechtsvertrag geben die Rahmenbedingungen der Überbauung vor und bilden wertvolle Bestandteile im weiteren Planungsprozess. Sie bieten Gewähr, dass eine mögliche Überbauung rasch realisiert werden kann, weil nur noch eine Baubewilligung dazu fehlt und die übrigen Rahmenbedingungen geklärt sind.

Die anderen Varianten, welche grundsätzlich zur Diskussion gestanden sind, würden für das «Areal Kreuz» mehr oder weniger lange Verzögerungen nach sich ziehen. Der Gemeinderat vertritt die Meinung, dass keine weiteren Verzögerungen im Prozess entstehen sollen und endlich eine neue Überbauung realisiert wird, welche sich in das Dorfplatzkonzept einbettet.

Abbruchgesuch liegt vor

Mittlerweile steht auch einem Abbruch der Bestandsbauten nichts mehr im Wege. Das im Februar 2017 eingereichte Abbruchgesuch, dem auch eine bauhistorische Untersuchung inklusive bildlicher Dokumentation beigelegt wurde, hat das Amt für Bau und Infrastruktur am 3. Juli 2017 ohne Auflagen bewilligt. Die Abbrucharbeiten wurden vom Gemeinderat gemäss den Vorgaben des ÖAWG an den wirtschaftlich günstigsten Anbieter vergeben. Die Stall- und Scheunengebäude werden aus Sicherheitsgründen in den nächsten Wochen abgebrochen. Der Abbruch der übrigen Hochbauten steht in Abhängigkeit der Realisierung des Projektes «Kreuz-Plus».

Visualisierung Überbauung Kreuz 2016 ansehen (JPG)

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