Integration des Sanitätsnotrufs 144 in die Notrufzentrale der Landespolizei

Veröffentlicht am 02. Oktober 2017

Am 1. Oktober 2017 übernimmt die Landespolizei den Sanitätsnotruf 144. Durch die Zusammenlegung des Betriebs der Notrufnummer 144 mit den Polizei- und Feuerwehrnotrufen in der Landesnotruf- und Einsatzzentrale (LNEZ) der Landespolizei können nicht nur Synergien geschaffen, sondern es kann konkret bei den Personal-, Betriebs- und Unterhaltskosten eine Optimierung erzielt werden.

Im vergangenen Jahr wurde im Polizeigesetz die Rechtsgrundlage für eine Entgegennahme und Bearbeitung des Sanitätsnotrufs durch die Landespolizei geschaffen. Nachdem die erforderlichen technischen Adaptierungen in der LNEZ sowie die Schulungen des polizeilichen Personals durchgeführt wurden, werden ab heute die Sanitätsnotrufe (Notruf 144) bei der Landespolizei entgegengenommen und die notwendigen Massnahmen veranlasst.

Integration als sinnvolle Lösung

Bisher wurde die Notrufnummer 144 durch das Landesspital betreut. Aufgrund der räumlichen wie auch der technischen Situation beim Landesspital war die Sicherstellung eines den heutigen Bedürfnissen entsprechenden Sanitätsnotrufs jedoch nicht mehr gewährleistet. So sehen die anzuwendenden Standards als Mindestvoraussetzungen unter anderem vor, dass die Notrufzentrale durchgehend mit mindestens zwei Personen besetzt sein muss, die Anrufe bzw. Einsätze abgeschirmt vom Publikumsverkehr bearbeitet werden und ein Einsatzleitsystem einzusetzen ist. Diese Voraussetzungen sind bei der Landespolizei gegeben.

Die Überführung der Notrufnummer 144 in eine bereits bestehende Notrufzentrale und damit die Zusammenführung aller Notrufnummern in der LNEZ der Landespolizei (117 Polizei, 118 Feuerwehr, 112 Europäischer Notruf und 144 Sanitätsnotruf) stellt sowohl unter Qualitäts- als auch Kosteneffizenzaspekten eine sinnvolle Lösung dar. Durch die Integration der Notrufnummer in die Landesnotruf- und Einsatzzentrale der Landespolizei können künftig jährlich rund CHF 300'000.00 eingespart werden.

Aus Anlass der Übernahme des Sanitätsnotrufs durch die Landespolizei statteten Regierungsrätin Dominique Gantenbein und Regierungsrat Mauro Pedrazzini der LNEZ einen Besuch ab. Sie liessen sich dabei von deren Leiter, Markus Senti, die neuen EDV-Lösungen zur Disponierung von Sanitätsnotrufen zeigen.

Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein
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